Neue Studie rückt das weltweite Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage in den Fokus

Lesen Sie den jüngsten Bericht aus dem Indeed Hiring Lab, den Arbeitsmarkt-Ausblick 2016: Die Gründe für das weltweite Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage erkennen

Wenn die Wirtschaftslage besser wird, wieso berichten dann 38 % der Arbeitgeber weltweit, dass es ihnen schwerfällt, offene Stellen zu besetzen? Und warum ist in Deutschland ein Fünftel der Stellen nach 60 Tagen noch unbesetzt?

Wenn Arbeitgeber sich heute auf die Jagd nach idealen Kandidaten machen, stellen sie fest, dass es nicht ausreichend viele davon gibt. In der jüngsten Studie aus dem Indeed Hiring Lab tauchen wir tief in die Faktoren ein, die das weltweite Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage beeinflussen. Zudem befassen wir uns mit der Frage, was Unternehmen dagegen tun können.

Hier sind einige der Themen, die wir abdecken:

1. Migration und Braindrain

Laut den Daten der OECD sind die Migrationswerte auf das Niveau vor der Rezession zurückgekehrt. 2014 lag die Zahl der Menschen, die  unterwegs waren, bei 4,3 Millionen – der höchste Wert seit Beginn der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008.

Wieder überqueren zahlreiche Menschen die internationalen Grenzen auf der Suche nach Chancen – aber nicht jedes Land ist ein Gewinner dieses Trends. Einige werden mehr gute Kandidaten verlieren als sie gewinnen.

In dem Bericht untersuchen wir aufkommende Trends in diesen Migrationsmustern und was sie für den Arbeitsmarkt bedeuten. Indem wir Indeed Daten zum Umfang der Suchen nach Jobs in ein Land hinein und Suchen aus einem Land heraus analysiert haben, entwickelten wir eine neue Möglichkeit, das Risiko von „Braindrain” zu messen.

Wer gewinnt den Kampf um die qualifizierten Kandidaten? Die Ergebnisse werden Sie überraschen – und da Unternehmen bestrebt sind, mögliche Kandidaten-Engpässe abzufangen, werden diese Informationen Unternehmen helfen, für die Zukunft zu planen.

2. Ausbildung

Das Ausbildungsniveau steigt. Tatsächlich ist laut der OECD die durchschnittliche Zahl an Personen, die einen Hochschulabschluss erreichen, in acht der 12 größten Volkswirtschaften der Welt zwischen 2000 und 2012 um fast 10 Prozentpunkte gestiegen.

Normalerweise wird angenommen, dass es umso besser für Unternehmen und die Wirtschaft ist, je umfangreicher ausgebildet die Arbeitskräfte sind. Doch die heutigen Unternehmen beobachten, dass traditionelle Lernmethoden diese Arbeitskräfte nicht notwendigerweise mit den Fähigkeiten ausstatten, die man im 21. Jahrhundert für den Erfolg benötigt.

Unternehmen werden sich in Zukunft stärker direkt daran beteiligen müssen, die Arbeitskräfte auszubilden, die sie benötigen – und wir untersuchen in diesem Bericht, wie sie das tun können.

3. Neue Formen der Arbeit

Während traditionelle Stellenanreize wie Gehalt, Position und Standort noch immer die Schlüsselinstrumente sind, mit denen Arbeitgeber qualifizierte Kandidaten gewinnen können, kommt ein anderer bedenkenswerter Faktor hinzu: Flexibilität. Tatsächlich ist das Interesse an flexibler Arbeit von 2013 bis 2015 in neun der 12 im Bericht untersuchten Länder um 42,1 % gestiegen.

Die althergebrachte Vorstellung, dass Stellen mit flexiblen Arbeitszeiten schlecht bezahlte Teilzeit-Jobs seien – etwa Online-Datenerfassung oder fingierte Angebote, die schnell das große Geld versprechen, sind zunehmend überholt. Unternehmen könnten feststellen, dass ein Angebot mit größerer Flexibilität helfen kann, das Loch an qualifizierten Kandidaten zu stopfen – wie wir in dem Bericht eruieren.

4. Gehälter 

Schließlich untersuchen wir eines der größten Rätsel des weltweiten Wirtschaftsaufschwungs: Wenn es den Unternehmen besser geht, warum ist dann das Lohnwachstum so gering?

Wenn die Unternehmensnachfrage nach Arbeit steigt und das Angebot verfügbarer qualifizierter Kandidaten sinkt, dann steigen für gewöhnlich die Löhne, da sie als Schlüsselinstrument für Arbeitnehmer dienen, die eine Stelle gegenüber einer anderen abwägen. Dennoch ist das Lohnwachstum von 2011 auf 2014 um lediglich 0,5 % gestiegen – obwohl Unternehmen Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung vermelden.

Die stagnierende Lohnentwicklung  ist allerdings kein allgemeingültiges Problem – Arbeitnehmer in manchen gefragten Berufen können hohe Gehälter für sich einfordern.

Indes könnte die Spaltung zwischen gut bezahlten hochqualifizierten und schlecht bezahlten geringer qualifizierten Angestellten Probleme für Unternehmen bedeuten, die normalerweise Kandidaten innerhalb der schrumpfenden Mittelschicht gefunden und ausgebildet haben.

Lohn-Polarisierung kann in der Zukunft für jeden zum Problem werden, und wie wir in dem Bericht zeigen ist dies eine Aufgabe, die Arbeitgeber angehen müssen.

Dies sind nur einige der Highlights.Für weitere wertvolle Arbeitgeber-Einblicke laden Sie unseren neuen Bericht „Arbeitsmarkt-Ausblick 2016: Die Gründe für das weltweite Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage erkennen“ herunter.

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