Das Jahr 2016 in Jobsuchen: Wie Wahlen, Sport und neue Technologien die Suchanfragen beeinflussen

Ein Fünftel der Stellen in Deutschland sind nach 60 Tagen und mehr noch offen

Was auch immer auf der Welt passiert – es hat Auswirkungen auf die Jobsuchen. So kann eine App das Interesse an digitalen Technologien steigern, eine neue Regierung die Suche nach Verwaltungsjobs antreiben oder eine Wahl Menschen dazu veranlassen, außer ihres Heimatlandes nach Jobmöglichkeiten zu suchen. Indeed, die weltweit größte Jobseite, gewährt interessante und überraschende Einblick in die Jobsuchen-Trends 2016.

  • Flüchtlingshilfe: Im Januar 2016 stiegen die Suchen nach Jobs in der Flüchtlingshilfe in Deutschland rasant an – 12 mal höher lagen diese im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Laufe des Jahres schwächten sich die Suchen ab, weil neue Hilfsprogramme auf den Weg gebracht wurden und die mediale Aufmerksamkeit für das Thema nachließ.

  • Fußball-EM und Olympia: Auch große Sportereignisse spiegeln sich in den Jobsuchen wieder. Während des Endspiels der Europameisterschaft zwischen Frankreich und Portugal gingen die Suchen in beiden Ländern rapide zurück – Frankreich: -36%, Portugal: -66%. In Brasilien suchten die Menschen verstärkt nach Jobs im Umfeld der Olympischen Spiele.

  • Produktrückruf bei Samsung: Nach dem weltweiten Rückruf des Galaxy Note 7 bekam Samsung die negativen Auswirkungen auf die Jobsuchen zu spüren. Diese fielen kurzfristig um 20 Prozent. Ähnliches hatte Volkswagen ein Jahr zuvor bei DieselGate erlebt.

  • US-Wahlen und Brexit: Nach dem Brexit-Referendum stiegen die Jobsuchen aus Großbritannien in andere EU-Länder stark an, insbesondere nach Irland. Ähnliches war nach der Wahl in den USA zu beobachten, wo die Suchen nach Jobs in Kanada kurzfristig in die Höhe schossen.

In einer Gesamtgrafik hat Indeed wichtige Highlights aus 2016 zusammengestellt.

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