Mitarbeiter-Content: Stärken Sie Ihre Arbeitgebermarke durch Menschlichkeit und Gemeinnützigkeit

Lächelnde Jugendliche arbeitet mit Freiwilligen am Bau eines Hauses

Im Grunde genommen geht es beim Employer Branding darum, Geschichten zu erzählen. Eine starke Arbeitgebermarke beruht auf Geschichten, die darüber entscheiden, wie Ihr Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird – und wenn Sie Ihr Unternehmen mit den richtigen Botschaften präsentieren, machen Sie geeignete Talente auf sich aufmerksam.

Klingt gar nicht so kompliziert, oder? In der Praxis ist Employer Branding allerdings sehr komplex und anspruchsvoll. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Geschichten und verfolgt individuelle Ansätze, um die Arbeitgebermarke für Jobsuchende attraktiver zu gestalten.

Manuel Diaz, Employer Brand Strategist bei Intel hat fast 15 Jahre Erfahrung in diesem Bereich. Wir haben kürzlich mit ihm über die aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten gesprochen und ihn gefragt, wie Unternehmen daran arbeiten können, ihre Arbeitgebermarke überzeugender – und authentischer – zu machen.

Darüber hinaus geht einer unser Indeed-Experten im Live-Webinar Wie Sie Indeed für Ihr Employer-Branding nutzen darauf ein, wie Sie Ihr Employer-Branding mit Indeed-Tools verbessern können.

Bleiben Sie in unserer sich ständig ändernden Welt relevant

Heutzutage müssen sich Unternehmen an neue Gegebenheiten anpassen, da moderne Technologien alte Standards durcheinanderbringen. Alteingesessene Unternehmen verlieren ihre Vorreiterstellung und müssen sich gegen neue Wettbewerber behaupten. Zwar müssen vor allem Technologieunternehmen wettbewerbsfähig bleiben, um nicht an Bedeutung zu verlieren. Grundsätzlich gilt aber für alle, dass nur Unternehmen mit starken Arbeitgebermarken Top-Talente anziehen.

Intel ist eine bekannte und etablierte Marke: die Technologien des Unternehmens werden in mehr als 95 % der Server auf der ganzen Welt eingesetzt. „Intel ist wahrlich einzigartig: angefangen bei unseren innovativen Technologien bis hin zu nützlichen Funktionen, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Wir vernetzen die ganze Welt miteinander“, sagt Diaz.

Das ist aber noch nicht alles. Das Unternehmen spielt außerdem eine wichtige Rolle im Bereich „Internet der Dinge“. So engagiert es sich stark für Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren. Da die transformativen Technologien aber häufig mit erfolgreichen Start-ups aus dem Silicon Valley assoziiert werden, sind die Tätigkeiten von Intel in diesen Bereichen weniger bekannt.

Die Schwierigkeit besteht laut Diaz darin, Geschichten zu erzählen, durch die potenzielle Bewerbern erfahren, in welchen Bereichen das Unternehmen aktuell tätig ist. Also wie geht das?

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter zu Wort kommen

Es ist nicht einfach, Jobsuchende auf authentische Weise anzusprechen. Wenn sich Ihr Employer Branding nur auf Klischees wie gratis Snacks und Bilder von Tischkickern auf der Karriereseite stützt, kann das aufgesetzt und oberflächlich wirken.

Damit Ihr Employer Branding effektiv ist, müssen Sie weitergehen und Ihre Unternehmenskultur potenziellen Bewerbern schmackhaft machen. Für Diaz stehen die Mitarbeiter im Mittelpunkt.

Sie sollten ihm zufolge Erfahrungen und Anekdoten Ihrer Mitarbeiter in Ihr Employer Branding integrieren, denn sie bilden das Herzstück Ihrer Arbeitgebermarke. Bei Intel bedeutete eine Fokusverschiebung: weg von den Produkten hin zu den Menschen und ihrer Freude an ihrer Arbeit. Im Wesentlichen geht es für Diaz darum, positive Gefühle zu vermitteln. Zudem solle der Begeisterung, die man für die eigene Arbeit bei einem Unternehmen wie Intel empfindet, Ausdruck verleiht werden.

Wie aber kann ein Unternehmen das erreichen? Eine Möglichkeit sind Inhalte, an denen die Mitarbeiter mitwirken. Intel verwendet für sämtliche Employer-Branding-Inhalte Beiträge von Menschen, die wirklich für das Unternehmen arbeiten, und keine Models. Deren Erfahrungsberichte fließen in Blogbeiträge und Posts für Social-Media-Netzwerke ein. Ihre Arbeitgebermarke wird sogar noch authentischer, wenn Sie Inhalte und Feedback von Ihren Mitarbeitern auf externen Websites veröffentlichen, beispielsweise in Form eines Indeed Unternehmensprofils. So machen Sie an der richtigen Stelle auf sich aufmerksam: Genau dort, wo potenzielle Bewerber nach Jobs suchen.

Auf diese Weise präsentieren Sie Ihre Mitarbeitergeschichten einem größeren Publikum und Ihre Botschaft findet mehr Gehör.

Konzentrieren Sie sich auf das große Ganze

Eine weitere Möglichkeit, mit Ihrer Arbeitgebermarke zu überzeugen, besteht darin, über die Gemeinnützigkeit des Unternehmens zu berichten. „Wir produzieren nicht nur brandneue und innovative Technologietrends“, sagt Diaz. „Wir nutzen diese Technologien auch, um die Welt ein Stück weit zu verbessern.“

Beispielsweise stellt Intel Drohnen für die Agrar-, Energie-, Bau- und Versorgungsbranche her. Aber bei den Details wird es erst richtig interessant: Drohnen von Intel wurden für die Erforschung von Eisbären und ihrem Lebensraum in der Arktis eingesetzt, ohne die Tiere zu stören. Außerdem sind diese Drohnen eine unerlässliche Unterstützung für Rettungsteams in Gefahrengebieten.

Tatsachen wie diese unterstreichen die menschliche Seite eines Unternehmens und sollten laut Diaz besonders hervorgehoben werden. Auch wie sich Ihre Mitarbeiter außerhalb der Arbeit gemeinnützig engagieren, ist eine gute Möglichkeit, Ihre Arbeitgebermarke herauszustellen.

Jedes Jahr verleiht Intel auf der unternehmenseigenen Veranstaltung Legends & Luminaries den mit 10.000 USD dotierten Involved Global Hero-Preis für besonderes gemeinnütziges Engagement, den die Gewinner an eine Organisation ihrer Wahl spenden können.

Auf diese Weise wird die gemeinnützige Arbeit der Mitarbeiter anerkannt. Intel kann umfassend darüber berichten und zeigen, wie sehr das Unternehmen soziales Engagement unterstützt.

Worauf es in Zukunft ankommt

Die überzeugendsten Inhalte zur Arbeitgebermarke stammen häufig direkt von den Mitarbeitern. Menschen, die erzählen, wie gern sie für ihr Unternehmen arbeiten, sind die besten Botschafter, obwohl sie die Arbeitgebermarke gar nicht bewusst bewerben.

Genauso wie Verbraucher den Unterschied zwischen einer Werbung für ein Produkt und einer Kundenbewertung erkennen, können sich auch Jobsuchende besser mit von Mitarbeitern erstellten Inhalten identifizieren als mit Texten, die die Marketingabteilung verfasst hat.

Oder wie Diaz sagt:

„Es geht nicht mehr nur um Inhalte, sondern darum, die Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen.“  

Fazit: Anstatt sich durch eine überholte Arbeitgebermarke zu definieren, können Sie hervorheben, was Ihr Unternehmen heute ausmacht. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter dabei öffentlich zu Wort kommen. Die Unternehmen, bei denen Menschlichkeit, Spaß bei der Arbeit und Gemeinnützigkeit im Vordergrund stehen, steigern ihre Chancen auf Top-Talente.

Im Live-Webinar Wie Sie Indeed für Ihr Employer-Branding nutzen zeigt Indeed-Experte Tim Verhoeven Ihnen, wie Sie Ihr Employer-Branding mit Indeed-Tools verbessern können. Dieses findet am 26. Februar um 11 Uhr statt.