Zusammen gegen COVID-19 – Indeed nimmt Stellung

Asiatische Frau arbeitet an einem großen Tisch im Homeoffice

Das Coronavirus stellt eine in unserer modernen Zeit noch die dagewesene Herausforderung dar. Wer hätte vor einigen Wochen damit gerechnet, dass wir einmal da stehen würden, wo wir heute sind: geschlossene Grenzen, leere Innenstädte und große Unsicherheiten bei vielen Menschen in Bezug auf ihre Jobs und Unternehmen. 

Minütlich ändert sich der Stand der Dinge und niemand weiß, wie lange es so weitergehen wird. Die etablierten Standards für Unternehmen, Regierungen und Bildungseinrichtungen gelten vorübergehend nicht mehr. Es gibt keine ähnlichen Fälle oder Modelle, anhand derer Entscheidungen getroffen werden könnten – und während sich das Coronavirus weiter ausbreitet, stellt es uns alle vor Herausforderungen.

Eines ist sicher: Nur gemeinsam können wir Lösungen finden und das Virus effektiv bekämpfen. In diesem Beitrag werde ich erläutern, welche Maßnahmen wir bei Indeed ergriffen haben und wie wir in Bezug auf wichtige Entscheidungen voneinander lernen können, um das Leben und die Arbeitswelt im Kampf gegen die Pandemie aufrechtzuerhalten. Mehr denn je zählt jetzt der Beitrag jedes Einzelnen. 

Arbeiten nur noch im Homeoffice

Die ersten Schritte haben wir bereits am 7. Februar eingeleitet – kurz nachdem wir erfuhren, dass sich ein Familienmitglied von einem unserer Mitarbeiter in Singapur eventuell mit dem Coronavirus infiziert hatte. Als Vorsichtsmaßnahme schlossen wir unsere beiden Niederlassungen in Singapur und baten alle dort beschäftigten Mitarbeiter, bis zum 24. Februar von zu Hause aus zu arbeiten. Zudem sendeten wir Informationen zu Symptomen an unsere Mitarbeiter und richteten eine E-Mail-Adresse für Nachrichten zu diesem Thema ein.

Als sich die Situation verschlimmerte, verschärften wir unsere Maßnahmen entsprechend. Unser Unternehmen agiert aus Büros in der ganzen Welt und uns ist bewusst, dass das Risiko der Verbreitung von COVID-19 steigt, wenn unsere Mitarbeiter andere Büros besuchen. Deshalb baten wir zunächst bestimmte Mitarbeiter darum, von zu Hause aus zu arbeiten, schränkten Geschäftsreisen ein und sagten unsere Veranstaltungen ab, die in nächster Zukunft stattfinden sollten. Dann gaben wir unseren Mitarbeitern in Sydney und Dublin die Anweisung, nur noch im Homeoffice zu arbeiten. Am 3. März, als die weltweite Verbreitung des Coronavirus begann, ergriffen wir eine weitere entscheidende Maßnahme: Wir baten unsere 10.000 Mitarbeiter weltweit per E-Mail, von zu Hause aus zu arbeiten. 

Diese Entscheidung fiel uns nicht leicht. Unter unseren Mitarbeitern gab es keinen bestätigten Fall einer Infektion mit COVID-19 und uns war bewusst, dass wir viele Teams und einzelne Mitarbeiter, die nicht an das Arbeiten im Homeoffice gewöhnt waren, vor große Herausforderungen stellten. Außerdem mussten wir innerhalb kurzer Zeit schwierige Entscheidungen treffen, damit wir unser Geschäft fortführen und Jobsuchende und Arbeitgeber weiter unterstützen konnten.

Trotzdem waren wir der Ansicht, das Richtige zu tun. Bei all unseren Entscheidungen bezüglich des Virus stand immer die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter an erster Stelle. Seitdem haben sich viele weitere Unternehmen dazu entschlossen, ihre Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen. In dieser Woche arbeiten mehr Menschen von zu Hause als jemals zuvor. Wir nehmen also alle zusammen an einem großen Experiment teil. 

So unterstützen wir unsere Mitarbeiter in dieser Zeit 

Wie jeder andere auch müssen wir noch viel lernen, um angesichts der neuen Gegebenheiten unser Geschäft aufrechterhalten zu können. Schnell mussten wir Antworten auf Fragen finden, zu denen wir uns noch nie Gedanken gemacht hatten. Beispielsweise galt es eine Lösung dafür zu finden, wie wir unseren IT-Support, der weitestgehend auf persönlicher Basis stattfand, über Nacht virtualisieren konnten. Außerdem mussten wir sicherstellen, dass unsere Infrastruktur dem Anstieg an virtuellen Meetings standhält. Auch auf andere Fragen, die zwar einfach erscheinen, aber doch sehr wichtig sind, mussten wir Antworten finden: Wer leert z. B. den Briefkasten, solange niemand da ist? 

In der Zwischenzeit haben wir einige wichtige Angebote für unsere Mitarbeiter eingeführt. Dazu gehören regelmäßige, offene und transparente E-Mail-Updates zu COVID-19 und ein Employee Assistance Program für Mitarbeiter, die sich Sorgen machen oder isoliert fühlen und mit jemandem über die Situation sprechen möchten. Seit Kurzem bieten wir unseren Mitarbeitern an, ihnen die Kosten zu erstatten, wenn sie sich einen komfortablen Arbeitsplatz zu Hause einrichten möchten. 

Während wir diese Herausforderungen bewältigen, veröffentlicht Indeed weiterhin auf allen seinen Kanälen Ressourcen, um Jobsuchende bei der Jobsuche und Arbeitgeber bei der Suche nach neuen Mitarbeitern zu unterstützen. Wir werden außerdem weitere Ressourcen und Updates zu unseren Erfahrungen teilen, in der Hoffnung, damit anderen Unternehmen zu helfen. Bestimmt werden wir dabei Fehler machen, aber wichtig ist, dass wir daraus lernen. In Zeiten wie diesen können wir alle nur voneinander lernen. 

Egal welcher Job oder welche Branche – wir alle suchen derzeit nach Lösungen

Natürlich ist es für uns als Technologieunternehmen viel einfacher als für andere Unternehmen, komplett auf das Arbeiten im Homeoffice umzustellen. 

Aber unabhängig vom Job oder von der Branche gibt derzeit jeder sein Bestes. Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen sind derzeit geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken. Häufig werden Onlinekurse angeboten. Auch Einzelhandelsgeschäfte sind bis auf einige Ausnahmen aktuell geschlossen. Restaurants, Cafés und Gaststätten mussten ebenfalls schließen, viele bieten jedoch einen Liefer- und Abholdienst an

Supermärkte bleiben weiterhin geöffnet, um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicherzustellen. In der Reisebranche bietet Airbnb, der Online-Marktplatz für die Buchung und Vermietung von Unterkünften, den Nutzern an, ihre Reservierungen gebührenfrei zu stornieren, und viele Fluglinien verzichten auf Gebühren für Umbuchungen oder Stornierungen von Flügen

Zeiten wie diese, in denen alle gemeinsam nach Wegen suchen, um weiter produktiv zu bleiben und einander zu unterstützen, erinnern uns daran, wie eng wir alle vernetzt und voneinander abhängig sind und wie stark die Arbeit von vielen den Erfolg der Weltwirtschaft beeinflusst. Zusammen können – und werden – wir das Virus überwinden.

 

Paul Wolfe ist Senior Vice President of Human Resources von Indeed.