In Bremen arbeiten die glücklichsten Erwerbstätigen in Deutschland

Mit ihrem jährlich veröffentlichten Glücks-Atlas analysiert die Deutsche Post die Lebenszufriedenheit der Bevölkerung in Deutschland, die demnach in Schleswig-Holstein und Hamburg am höchsten zu sein scheint. Die Job-Plattform Indeed wollte nun wissen, wie es um die Zufriedenheit am Arbeitsplatz bestellt ist und hat einen Glücksscore von null (sehr unzufrieden) bis zehn (sehr zufrieden) anhand einer repräsentativen YouGov-Umfrage unter 2.090 Erwerbstätigen ermittelt. Das Ergebnis: Die Einwohner*innen von Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen sind vergleichsweise am glücklichsten im Job.

Erwerbstätige in Bremen sind im Bundeslandvergleich am zufriedensten bei der Arbeit 7,79 von möglichen 10 Punkten beträgt der Glücksscore der Bremer. Der wichtigste Faktor für diese Zufriedenheit ist dabei eine ausgeglichene Work-Life-Balance, die von jeder zweiten Person aus Bremen als positiv empfunden wird (48 Prozent). Auf dem zweiten Platz befindet sich Mecklenburg-Vorpommern mit 7,42 Punkten auf der Glücksskala, gefolgt von Thüringen mit einem Score von 7,41. Auch in Nordrhein-Westfalen und Berlin ist die Zufriedenheit mit 6,98 Punkten vergleichsweise hoch. Sachsen-Anhalt sichert sich mit 6,85 Punkten den sechsten Platz.

Insgesamt sind Deutschen glücklich mit ihrem Job: Auf einer Skala von null bis zehn beträgt der durchschnittliche Glückswert 6,83. Im Vergleich zum Glücks-Atlas der Deutschen Post von Ende 2020 ist die Arbeitszufriedenheit demnach sogar höher als die generelle Lebenszufriedenheit mit 6,74 Punkten. Vergleichsweise unzufrieden fühlen sich der Indeed-Umfrage zufolge Erwerbstätige aus dem Sachsen mit einem Score von 6,37 – der niedrigste Wert von allen 16 Bundesländern. Auch im Saarland und in Schleswig-Holstein sind die Erwerbstätigen mit einem Glücksscore von 6,52 bzw. 6,55 unzufriedener.


Für mehr als die Hälfte der Befragten ist ein gutes Verhältnis zu Kolleg*innen einer der wichtigsten Faktoren für Glück im Job (53 Prozent). Ebenso wichtig ist für 46 Prozent eine gute Bezahlung sowie für 40 Prozent ein interessanter Aufgabenbereich. Dicht dahinter rangiert mit 39 Prozent das gute Verhältnis zur Chefin bzw. zum Chef. Die Top Fünf der wichtigsten Faktoren wird durch flexible Arbeitszeiten (35 Prozent) komplettiert.

Die fehlende Wertschätzung durch den Arbeitgeber ist hingegen für fast 60 Prozent der Befragten einer der Kernpunkte, weswegen sie derzeit unglücklich in ihrem Job sind. Den zweiten Platz der größten Faktoren mit negativem Einfluss ist für 41 Prozent die schlechte Bezahlung. Zudem spielen für 29 bzw. 28 Prozent der Teilnehmenden eine unangenehme Unternehmenskultur bzw. mangelnde Work-Life-Balance eine Rolle. Daneben sind fehlende Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie ein hohes Arbeitspensum weitere Faktoren (je 26 Prozent). Dass die Corona-Regeln wie Testen, Maske, Abstand oder regelmäßiges Lüften, ist nur für 15 Prozent der Befragten ein negativer Faktor. Keine Homeoffice-Möglichkeit sehen 12 Prozent als negativ an.

Bei der Frage, wie sich die Arbeitszufriedenheit durch die Corona-Pandemie verändert hat, 34 Prozent eine Verschlechterung an. 44 Prozent der Befragten nehmen hingegen keine Veränderungen wahr. Für 18 Prozent hat sich das Job-Wohlbefinden verbessert. 

Insbesondere die Befragten aus Rheinland-Pfalz spüren die Auswirkungen von Corona: Für fast die Hälfte (45 Prozent) hat sich die Arbeitssituation seit Corona verschlechtert. Auch in Sachsen (42 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern und Berlin (je 41 Prozent) hat sich die Zufriedenheit mit dem eigenen Job seit der Pandemie zum Negativen verändert.

Zur Frage, wie sich das Arbeitswohlbefinden in diesem Jahr weiterentwickeln wird, sind mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Teilnehmenden positiv gestimmt. Weitere 39 Prozent erwarten keine Veränderungen, 24 Prozent glauben, dass sich ihre Arbeitszufriedenheit negativ entwickeln wird.

Frank Hensgens, Managing Director Indeed DACH, erläutert: 

Viele Erwerbstätige sind seit mehr als einem Jahr mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Sei es die für viele Unternehmen unsichere wirtschaftliche Lage, eine neue Arbeitsumgebung, oder die Masken- und Testpflicht. Dies wirkt sich natürlich auch auf die generelle Zufriedenheit im Job aus, wie unsere Umfrage zeigt. Insgesamt hat sich demnach für ein Drittel der Befragten das Wohlbefinden auf den Job bezogen durch Corona verschlechtert. Was jetzt besonders gefördert werden sollte, ist das gute Verhältnis und der Zusammenhalt unter Kolleg*innen – laut den Befragten der wichtigste Faktor für Glück am Arbeitsplatz. Und auch das Thema Bezahlung bleibt sicherlich wichtig.”

Über die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.090 erwerbstätige Personen zwischen dem 13. und 19.04.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Medienanfragen dazu gerne an: indeed@tonka-pr.com